Willkommen beim Hörbacher Montagsbrettl

Programm 2012 Frühjahr-Sommer

Buchvorstellung: Alte Männer füttern keine Enten

Helmut Eckl

und das Duo Infernale

am 23.01.12 im Gasthof Drexl/Steinbach

Der beliebte Münchner Turmschreiber Helmut Eckl wundert sich seit einiger Zeit darüber, dass die Zukunft früher länger war, dass die heutige Zeit schneller vergeht als früher die Schulzeit und stellt irritiert fest, dass seine Freunde immer depperter und die Schmerzen im linken Knie immer heftiger werden. Der FC Bayern interessiert ihn nicht mehr und Liebesabenteuer sind für ihn inzwischen anstrengender als mit dem Radl über den Großglockner zu strampeln. Sein Hauptaugenmerk gilt den aktuellen Harnsäure- und Cholesterinwerten.  Vergeblich wartet er auf die Weisheit des Alters. Der Kampf Alt gegen Jung hat begonnen. Seine Rente wird er verteidigen bis zum letzten Gichtanfall. Es erscheint ihm unnötig, dass die Jüngeren so alt werden müssen wie er schon geworden ist. Er weiß, wer mit den dritten Zähnen klappert, hat das schlimmste noch vor sich.

Als Kontrast hierzu spielen die drei Frauen von Duo Infernale. Ob brasilianische Samba, finnischer Tango, Gipsyswing, Klezmer, japanische Geishalieder, irische Jigs oder Klassik, sie versetzen das Publikum in Klangwelten, die weit über das Gewohnte von Weltmusikgruppen hinausgehen. Was man hört und sieht, ist pure Lebensfreude — leidenschaftlich und ausdrucksstark — gemischt mit instrumentaler Verve und Virtuosität. Mehr Infos unter http://www.helmut-eckl.de   oder http://www.trio-infernale.net 

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Kartenvorbestellungen nur unter Tel. 08202 8483,

 Fax 8245 oder E-mail: hmb@ffb.org

Das Buch ist im Buchhandel (auch Internet-Buchandel z.B.

  www.bavarica-buch-service.de ) oder beim Verlag via-verbis-bavarica 

 www.viaverbisverlag.de  zum Preis von 24,00 €

  (ISBN 978-3-935115-27-8) erhältlich. Darüber hinaus wird es bei

 den nächsten Brettl-Abenden verkauft. In besonders eiligen Fällen

kann es auch bei Toni Drexler, Poststr. 6, 82278 Hörbach

(nach vorheriger tel. Ankündigung – Te. 08202/8245) abgeholt werden. 

  mehr Infos

Das Brettl-Festival 2010 ist Geschichte. Es war ein wunderschönes Fest, das uns zwar viel Arbeit aber auch viel Freude bereitet hat. An dieser Stelle all den treuen Gästen – von denen einige an allen zehn Abenden anwesend waren – ein dickes Lob und Dankeschön. Auch noch mal Danke an die vielen freiwilligen Helfer! Wer noch mal einige optische Eindrücke vom Festival bekommen möchte – auf unserer Homepage www.brettl-festival.de sind unter „Galerie“ Bilder von jedem Abend eingestellt. Außerdem findet sich dort auch ein Gästebuch – wir freuen uns über jeden Eintrag.






























         „Oh himmelstrahlender Arthur …“
Am 11.10.11 starb einer, der von Anfang an dem Hörbacher Montagsbrettl verbunden war: Arthur Loibl. Er war ein Urgestein der Münchner Kleinkunstszene, der viele, die später bekannt oder berühmt wurden, inspiriert hat: Fredl Fesl, Biermösl-Blosn, Fraunhofer Saitenmusi, Mehlprimeln und und und … Sein hervorragendes Gitarrenspiel, seine eindrucksvolle Stimme und seine wunderbaren Bellmann- und Brecht-Interpretationen werden allen, die sie einmal hörten, immer in Erinnerung bleiben. 2007 sang er zu später Stunde zum letzten Mal in Hörbach (seine)  Brecht‘s „Ballade von den Seeräubern“. Das Lied und sein Interpret werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Leb wohl Arthur!1.10.11 starb einer, der von Anfang an dem Hörbacher Montagsbrettl verbunden war: Arthur Loibl. Er war ein Urgestein der Münchner Kleinkunstszene, der viele, die später bekannt oder berühmt wurden, inspiriert hat: Fredl Fesl, Biermösl-Blosn, Fraunhofer Saitenmusi, Mehlprimeln und und und … Sein hervorragendes Gitarrenspiel, seine eindrucksvolle Stimme und seine wunderbaren Bellmann- und Brecht-Interpretationen werden allen, die sie einmal hörten, immer in Erinnerung bleiben. 2007 sang er zu später Stunde zum letzten Mal in Hörbach (seine)  Brecht‘s „Ballade von den Seeräubern“. Das Lied und sein Interpret werden uns immer in Erinnerung bleiben. Leb wohl Arthur!

            
                         
Arthur  

So trolln wir uns ganz fromm und sacht
vom Weingelag und Freudenschmaus,
wenn uns der Tod ruft: Gute Nacht,
dein Stundenglas rinnt aus.
Wer heut noch frech den Schnabel wetzt
und glaubt ein großer Herr zu sein:
Paß auf, der Schreiner hobelt jetzt
schon grad an deinem Schrein!

Doch scheint das Grab dir tief
und dumpf sein Druck
a la vot, so nimm noch einen Schluck
und noch einen hinterher,
und noch zwei, drei mehr
dann stirbst du nicht so schwer.

Wer nach des andern Liebsten schielt
und hält sich noch als Nobelmann
paß auf, dem Spielmann, der dir spielt
springst du ins Grab voran
Und du der blind vor Eifersucht
zerschmiß einst jedes Glas im Saal
wenn dich der Tod im Bett besucht
lang lebe dein Rival
Scheint das Grab dir tief und dumpf sein Druck
a la vot, so nimm noch einen Schluck
und noch einen hinterher,
und noch zwei, drei mehr
dann stirbst du nicht so schwer.

Was hilfts wenn du vor Wut ausspuckst
der Tod ist keiner Münze feil
bei jedem Schlückchen, das du schluckst,
schluckt schon der Tod sein Teil
Ob hohes Pack, ob nied´re Herrn,
am Ende sind wir Brüder doch
dann leuchtet uns der Abendstern
ins gleiche finstre Loch

Scheint das Grab dir tief und dumpf sein Druck
a la vot, so nimm noch einen Schluck
und noch einen hinterher
und noch zwei, drei mehr
dann stirbst du nicht so schwer

Carl Michael Bellman
nach Carl Zuckmayr und Arthur Loibl

www.br-online.de/bayern2/radiospitzen/audio-arthur-loibl-nachruf-ID1318589938485.xml  

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